Erster Deutscher Brand- und Explosionsschutzkongress

Posted in: , on 11. Jun. 2014 - 11:40

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Erster Deutscher Brand- und Explosionsschutzkongress

vom 21. bis 22.05.2014 in Dortmund


Der Erste Deutsche Brandschutzkongress vom 21. bis 22.05.2014 in Dortmund war ein voller Erfolg. Der spannende Mix aus technisch und wissenschaftlich hochwertigen Vorträgen, Experimenten und Live-Explosionsvorführungen war gewagt, aber die Rechnung ist aufgegangen.

Die etwas mehr als 80 Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von dem hohen Niveau der Referenten und Experten, die sich in Dortmund ein Stelldichein gegeben haben. Der Kongress fand parallel zur easyFairs Messe Schüttgut+Recycling-Technik 2014 in Dortmund statt (http://www.bulk-online.com/?module=exhibition&id=25).

Auch für den Erfahrungsaustausch war im IND EX®-Cateringbereich auf dem DMT-Gelände ausreichend Gelegenheit, um mal in ganz unüblicher Atmosphäre mit den Spezialisten auf Tuchfühlung zu gehen und mit anderen Teilnehmern Ideen und Anregungen zu diskutieren.

Richard Siwek, Geschäftsführer der Schweizer FireEx Consultant GmbH und weltweit anerkannter Experte auf dem Gebiet Brand- und Explosionsschutz, resümiert: „Es waren zwei tolle Tage. Ich habe selber einige 1000 Explosionstests durchgeführt und was hier in Dortmund live gezeigt wurde, hatte echten Praxisbezug, Hut ab“.

Auch Professor Dr. Uli Barth von der Bergischen Universität Wuppertal war hellauf begeistert: „IND EX®- unterstützt durch die Einnahmen solcher Veranstaltungen den Nachwuchs. Ohne die finanzielle Unterstützung von IND EX® wären viele Forschungsvorhaben im Anfangsstadium schon gescheitert. Ich finde es bemerkenswert, dass hier eine Plattform geschaffen wird, auf der die neuesten Trends und Entwicklungen vorgestellt werden“.

Der erste Tag war gekennzeichnet von sowohl theoretischen Beiträgen wie Neuerungen in Regelwerken aber auch Beiträgen mit praktischem Bezug, so dass die Teilnehmer einen frischen Überblick über den aktuellen Stand im industriellen Brand- und Explosionsschutz erhalten haben.

Am Nachmittag ging es dann zur DMT Tremonia, dem historischen Prüfgelände in Dortmund.

Da ließ es sich IND EX® nicht nehmen, die Teilnehmer in den Brandtunnel zu lassen, um am eigenen Leib zu erleben, wie sich die Rauchentwicklung eines brennenden Förderbandes rasend schnell ausbreitet und Flucht scheinbar unmöglich ist. Etwas „geschockt“ kamen Einige wieder aus dem Tunnel und brauchten erst mal eine Erfrischung. IND EX® hatte hierfür eigens eine professionelles Catering organisiert, das ebenfalls auf höchstem Niveau feine Speisen und exquisite Getränke servierte.

Bei strahlendem Sonnenschein wurden danach an zwei realen Staubfiltergehäusen die Schutzmaßnahmen Entkopplung und Druckentlastung vorgeführt. Stationsleiter Roland Bunse von REMBE® demonstrierte hier, wie solche Anlagenteile wirkungsvoll und sicher geschützt werden. Christian Wittrock von IEP Technologies ergänzte diesen Part mit einer Vorführung der Explosionsunterdrückung, die blitzschnell eine brennende Staubwolke löschte. Dr. Krommes setzte mit seinen Experimenten zur Veranschaulichung von potentiellen Zündquellen noch eins oben drauf und zündete zu guter Letzt noch mehrere imposante Explosionen mit herkömmlichen Pulvern, wie sie im Industriealltag vorkommen.

„Spannend, so macht das eigentlich trockene Thema Explosionsschutz sogar Spaß und man bekommt ein viel besseres Gefühl für die Gefahren und Auswirkungen von Explosionen“ bewertet Ute Weber vom IND EX® e.V. die Exkursion zur DMT.

Den ersten Tag rundete eine Einladung der EasyFairs zu Ihrem Ausstellerball ab. Bei dem bayrischen Abend gab es neben Schmankerln und Weißbier auch Gelegenheit, mit den Ausstellern der Schüttgutmesse ins Gespräch zu kommen. Networking pur.

Am zweiten Tag starteten Sylvia und Günter Lüttgens mit ein paar Experimenten im Seminarraum. Damit zeigten sie sehr anschaulich, wie die Zündquelle Elektrostatik einen Zwischenfall in einer deutschen Raffinerie verursacht hat. Gefolgt von interessanten Vorträgen aus unterschiedlichen Blickwinkeln wie der Versicherungsbranche, Hochschulen oder der Herstellerseite wurde die Veranstaltung perfekt abgerundet.

Bei einem gemeinsamem Mittagessen konnten die Teilnehmer ihr Fazit ziehen: „Wir werden wieder dabei sein, wenn es heißt: der Deutsche Brand- und Explosionsschutz geht im Frühjahr 2017 in die zweite Runde“ bestätigt Peter Tomsic von TRM Filter aus Slowenien.

Und Stefan Penno, Präsident des IND EX® e.V. fasst zusammen: „Für eine Premiere haben wir einiges riskiert und alles in allem ist das Konzept aufgegangen. Trotzdem werden wir bei der nächsten Ausgabe noch etwas nachbessern und wieder für unerwartete Überraschungen sorgen, so dass es sich auf jeden Fall lohnt, wieder dabei zu sein – wer hier nicht teilnimmt, verpasst zu viel“.

Mehr Infos zu IND EX® und wie auch Sie Mitglied werden können finden Sie hier: www.ind-ex.info

Einige Impressionen vom ersten Deutschen Brandschutzkongress:

(bitte auf Bilder klicken)


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Einige Referenten vom ersten Deutschen Brandschutzkongress:

(bitte auf Bilder klicken)




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(1) Dipl.-Ing. Jens Hötger, DMT Deutschland GmbH & Co.KG, Deutschland:

Der sicherere Umgang mit Bränden und Explosionen in Feststoff-Silos und Lagerstätten

(2) Dipl.-Ing. Klaus Rabenstein, Herding GmbH Filtertechnik, Deutschland:

Volumenbegrenzung am Filtergerät: Eine Alternative zur Explosionsdruckentlastung und –unterdrückung

(3) Dr.-Ing. Johannes Lottermann, REMBE GmbH Safety + Control, Deutschland:

Kohärenter Brand- und Explosionsschutz in der Schüttgutindustrie: Gegenseitiger Nutzen anstatt Nachteil

(4) Dipl.-Ing. Roland Bunse, REMBE GmbH Safety + Control, Deutschland:

Neueste Erkenntnisse aus der Forschung zur Wirkungsweise von flammenlosen Druckentlastungssystemen bei Metallstaub-Explosionen unter Berücksichtigung der EN 16009

(5) Dr. Marc Scheid, Syngenta Crop Protection, Münchwilen AG, Schweiz:

Brand- und Explosionsschutzgefahren ausgehend von chemischen Verbindungen

(6) Dr. Peter Krommes, Gefahrstoffberatung Dr. Krommes, Deutschland:

Zündquellen anhand von eindrucksvollen Experimenten erleben

(7) Prof. Dr. Uli Barth, Bergische Universität Wuppertal, Deutschland:

Jüngste Forschungsergebnisse zur Brennzahlbestimmung von Schüttgütern

(8) Prof. Dr. Ulrich Krause, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Deutschland:

Quantitative Risikoanalyse für eine Biogasanlage

(9) Dipl.-Ing. Richard Siwek, FireEX Consultant GmbH, Schweiz:

Aktuelle Entwicklungen im Bereich der europäischen Regelwerke und deren Auswirkung auf die Praxis

(10) Vincent Großkopf, Thorwesten Vent GmbH, Deutschland:

Praktikable Konzepte zur Druckentlastung und Entkopplung von Explosionen in Staubfiltersystemen

(11) Stefan Penno, 1.Vorsitzender des IND EX® e.V., Deutschland, bei der Moderation des Kongresses.

(12) + (13) Sylvia und Günter Lüttgens, Elstatik, Deutschland:

Weshalb lässt sich Toluol bereits von schwachen elektrostatischen Aufladungen häufig entzünden? Unterlegt mit einem Experiment. So wird auch der Großbrand in der Raffinerie verständlich.

Dieser Bericht wurde zusammengestellt von Frau Ute Weber, IND EX® e.V., Brilon (www.ind-ex.info)

In der Anlage finden Sie das Programm zum Kongress als PDF.

Attachments

1 dt brand- und explosionsschutzkongress_stand_260 (PDF)

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